Mit dem Sammelbegriff Spina bifida werden alle Geburtsfehler bezeichnet, bei denen ein unvollständiger Verschluss des Rückenmarks vorliegt. Diese angeborene Fehlbildung tritt im ersten Schwangerschaftsmonat auf. Die häufigste Form von Spina Bifida ist Myelomeningozele, ein Neuralrohrdefekt, bei dem die Wirbelkörper nicht vollständig ausgebildet werden. Dadurch wölben sich das Rückenmark und das umgebende Gewebe und treten aus dem Rücken des Kindes hervor. Dies kann auch Funktionsstörungen des Rückenmarks selbst und der Nervenwurzeln auslösen. Dieser mangelhafte Verschluss kann an jeder Stelle der Wirbelsäule auftreten, vom Hals bis zum Steiß, doch am häufigsten wird er im Lendenbereich beobachtet. Eine Spina bifida wird so früh wie möglich nach der Geburt, wenn möglich innerhalb der ersten 24 Stunden, operativ geschlossen.
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