Was ist Spina bifida?
Spina bifida (Myelomeningozele) ist eine angeborene Fehlbildung, die in den ersten Schwangerschaftsmonaten auftritt und zu den sogenannten Neuralrohrdefekten (NRD) gehört. Die Knochenhülle des Rückenmarks schließt sich nicht richtig, das von Membranen umgebene Rückenmark liegt dadurch frei und wölbt sich durch diese Öffnung hervor. Weitere Funktionsstörungen des Rückenmarks und der Nervenwurzeln sind die Folge. Dieser mangelhafte Verschluss kann an jeder Stelle der Wirbelsäule auftreten, vom Hals bis zum Steiß, doch am häufigsten tritt er im Lendenbereich auf. Eine Spina bifida wird so früh wie möglich nach der Geburt, wenn möglich innerhalb der ersten 24 Stunden, operativ geschlossen.
Die Ursachen sind unbekannt
In vielen Ländern scheint die Zahl der Kinder, die mit Spina bifida geboren werden, zurückzugehen. Dies ist vor allem auf den technischen Fortschritt und frühzeitige Ultraschalluntersuchungen zurückzuführen. Dadurch kann die Missbildung im Fötusstadium erkannt und die Schwangerschaft abgebrochen werden. Die Ursachen eines NRD sind noch unbekannt, aber man vermutet, dass Erbfaktoren und Folsäuremangel eine Rolle spielen.