Oft kommt es zu Konflikten, weil Eltern ständig mit einem Zeitplan für den ISK 'nerven' und das Kind es immer wieder 'vergisst'. Es kann hilfreich sein, wenn Sie ein paar Tricks finden, die Ihr Kind dabei unterstützen, an den ISK zu denken.
Wichtig ist, dass die Zeiten für die Blasenentleerung so gut wie möglich in den Tagesablauf des Kindes integriert werden. Vielleicht lässt es sich mit anderen Aktivitäten verbinden, etwa mit den Essenszeiten oder Pausen. Viele Kinder nutzen heute ihr Handy zum Erinnern.
Bei Schulkindern ist es ratsam, den Stundenplan des Kindes zu berücksichtigen. Ihr Kind sollte seinen Zeitplan immer schnell zur Hand haben. Er sollte nicht irgendwo ganz unten in der Büchertasche liegen, zusammen mit anderem Papierkram über Ausflüge und Elternabende. Wenn andere als 'lebende Uhren' das Kind jedes Mal an die Blasenentleerung erinnern, kann Ihr Kind kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.
Der Prozess, dem Kind zur Unabhängigkeit bei der Blasenentleerung zu verhelfen, beginnt also bereits auf dem Wickeltisch. Es ist ein langer Weg, auf dem sicherlich oft genug Hindernisse zu bewältigen sind. Aber es lohnt sich, wenn Sie beobachten können, wie Ihr Kind mit der Verantwortung wächst und lernt, den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Für Ihr Kind ist es eine Stärke, wenn es weiß, dass es allein auf die Toilette gehen und sich immer unabhängig fühlen kann. So kann es auch nach der Schule einen Freund oder eine Freundin besuchen oder bei ihm/ihr übernachten oder sogar zum Camping gehen. Damit entwickeln sich auch das Selbstvertrauen und die Selbstachtung des Kindes.